Einige Metriken zum Jahreswechsel 2025/26 (Mediadaten)

Allen Mitlesenden ein frohes, gesundes und glückliches 2026!

Hier fasse ich in Stichpunkten kurz zusammen, was mit bei der Analyse des Website-Traffics von tarot-guide.de auffiel. Sorry für die vielen folgenden Zahlen, ich bin Soziologe.

Generelle Statistiken

Mit Abstand am beliebtesten sind die Artikel zur Kartendeutung. Auf diese Seiten entfielen über 20.000 Zugriffe, die allermeisten von Suchmaschinen (73%). AI Assistants (siehe…) machten nur etwa 1% aus. Und: Die meisten Zugriffe kamen zum Jahresende, vermutlich bedingt durch Silvester und den Jahreswechsel (das war auch mein eigenes erstes Tarot-Ritual).

Durchschnittlich blieben Besuchende etwas über 2 Minuten auf der Seite – ungefähr die Zeit, die man für die Lektüre einer Kartendeutung und den Abgleich mit einer selbst gezogenen Karte braucht. Die „Nutzungsart“ der Website ist also relativ klar: Menschen suchen Informationen zu spezifischen Karten für konkrete Deutungen.

Nicht ganz dazu passt, dass ich mich über eine Absprungrate von 77% freuen kann – das heißt, fast ein Viertel aller Besuchenden besuchte nach der Kartenseite eine weitere (allerdings statistisch gesehen auch eine Deutungsseite und nicht etwa einen Blogpost o.ä.).

Von den etwa 12.000 Besuchenden kamen 9.000 mit dem Smartphone und 3.000 mit dem Desktop-Rechner vorbei. Das macht also eine Mobilquote von sehr exakt 75%. Klar, ich gucke mir eine Kartendeutung auch meist auf dem Handy am Wohnzimmertisch an. Das gibt aber durchaus ein paar Eindrücke, wie die Seite optimal gestaltet sein sollte. (Fun fact: Die globale Mobilquote liegt angeblich bei 55%, sagt Kinsta.)

Inhaltliche Aussagen: Große vs. Kleine Arkana

Die Struktur von tarot-guide.de ermöglicht es, relativ schnell Aussagen über die Beliebtheit von Karten zu errechnen.

Von den genannten 20.000 Seitenaufrufen entfielen 2.000 auf die Startseite der Kategorie, also die Übersicht aller Karten. 14.500 Aufrufe gingen auf die Kleinen und 3.500 auf die Großen Arkana. Das entspricht 80 bzw. 20 Prozent. Rechnerisch zu erwarten wären 72 zu 28 Prozent. Die Kleinen Arkana sind also etwas „beliebter“, was auch daran liegen kann, dass viele mehr Deutung erfordern oder weniger leicht intuitiv erschlossen werden können.

Alternativ kann es natürlich sein, dass ich auf Google und Co. für die Kleinen Arkana deutlich besser ranke als für die Großen. Hieran könnte es auch liegen, dass bei den einzelnen Sätzen (Münzen, Schwerter, Kelche, Stäbe) deutliche Schwankungen vorliegen: Während nur 21% der angesehenen Deutungsseiten den Schwertern zugehören, haben die Münzen 30%. Möglicherweise ist die „Content-Konkurrenz“ bei den Münzen einfach kleiner. (Meine Hypothese, dass Menschen Karten legen und sie danach im Internet suchen, erzwingt eigentlich, dass die Kleinen Arkana alle gleich häufig gesucht werden – denn entweder, man legt nur die Großen, oder man ist dem gnadenlosen Zufall ausgeliefert.)

Dazu passt auch, dass die Neun der Kelche — die sogenannte „wish card“ — relativ sehr wenige Zugriffe hat. Ich vermute, hier ist wegen des Rufs der Karte und ihrer „Bedeutung“ die Konkurrenz sehr hoch.

Was folgt?

Was folgt daraus nun? Ich werde nach einem Jahr „Pause“ mal wieder ein bisschen Zeit in die Seite stecken und zumindest die Großen Arkana mit mehr Links, Bildern und ggf. auch adaptierten Texten ausstatten.

Ansonsten bin ich gerade zwiegespalten, ob ich versuche, die etwas im Sande verlaufene Interviewreihe mit Artists und Designern fortzusetzen. Die relativ schönen Zugriffszahlen motivieren mich aber, auch das nochmal ein bisschen auszubauen.